Tickets 2017

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Tickets 2017

Freitag Samstag Sonntag
Wochenende 1 14. Juli 2017
Gauklernacht

17:00 - 02:00 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
  • Mitreißende Musik
  • Lebendige alte Handwerkskunst
  • Unzählige Gaumenfreuden
  • Spektakuläres Feuerwerk
15. Juli 2017
Abendturnier

16:00 - 00:30 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
  • Mitreißende Musik
  • Lebendige alte Handwerkskunst
  • Unzählige Gaumenfreuden
16. Juli 2017
Tagesturnier

11:00 - 20:00 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
  • Mitreißende Musik
  • Lebendige alte Handwerkskunst
  • Unzählige Gaumenfreuden
Wochenende 2 21. Juli 2017
Nachtturnier

17:00 - 01:30 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
  • Mitreißende Musik
  • Lebendige alte Handwerkskunst
  • Unzählige Gaumenfreuden
22. Juli 2017
Abendturnier

16:00 - 00:30 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
  • Mitreißende Musik
  • Lebendige alte Handwerkskunst
  • Unzählige Gaumenfreuden
23. Juli 2017
Tagesturnier

11:00 - 20:00 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
  • Mitreißende Musik
  • Lebendige alte Handwerkskunst
  • Unzählige Gaumenfreuden
Wochenende 3 28. Juli 2017
Nachtturnier

17:00 - 01:30 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
  • Mitreißende Musik
  • Lebendige alte Handwerkskunst
  • Unzählige Gaumenfreuden
29. Juli 2017
Abendturnier

16:00 - 00:30 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
  • Mitreißende Musik
  • Lebendige alte Handwerkskunst
  • Unzählige Gaumenfreuden
30. Juli 2017
Tagesturnier

11:00 - 20:00 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
  • Mitreißende Musik
  • Lebendige alte Handwerkskunst
  • Unzählige Gaumenfreuden
  Wochenende 1
Freitag 14. Juli 2017
Gauklernacht

17:00 - 02:00 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
  • Mitreißende Musik
  • Lebendige alte Handwerkskunst
  • Unzählige Gaumenfreuden
  • Spektakuläres Feuerwerk
Samstag 15. Juli 2017
Abendturnier

16:00 - 00:30 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
  • Mitreißende Musik
  • Lebendige alte Handwerkskunst
  • Unzählige Gaumenfreuden
Sonntag 16. Juli 2017
Tagesturnier

11:00 - 20:00 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
  • Mitreißende Musik
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  Wochenende 2
Freitag 21. Juli 2017
Nachtturnier

17:00 - 01:30 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
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Samstag 22. Juli 2017
Abendturnier

16:00 - 00:30 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
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Sonntag 23. Juli 2017
Tagesturnier

11:00 - 20:00 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
  • Fantastische Gaukeleien
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  • Unzählige Gaumenfreuden
  Wochenende 3
Freitag 28. Juli 2017
Nachtturnier

17:00 - 01:30 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
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  • Mitreißende Musik
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  • Unzählige Gaumenfreuden
Samstag 29. Juli 2017
Abendturnier

16:00 - 00:30 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
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  • Mitreißende Musik
  • Lebendige alte Handwerkskunst
  • Unzählige Gaumenfreuden
Sonntag 30. Juli 2017
Tagesturnier

11:00 - 20:00 Uhr
  • Einzigartige Ritterturnier Show
  • Sitzplatz während des Turniers
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  • Unzählige Gaumenfreuden
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Festnetzpreis: 20ct/Anruf; Mobilfunk max. 60ct/Anruf

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Der mit den Pferden tanzt – die Geschichte eines außergewöhnlichen Mannes

Posted by | Juni 20, 2015 | Uncategorized | No Comments
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Mario Luraschi ist einer der weltbesten und erfolgreichsten Stuntpferdetrainer. Mit seinen Shows gastierte er in Las Vegas und Disneyland. Luraschis Pferde waren in fast 500 Filmen zu sehen. Die Geschichte eines außergewöhnlichen Mannes.

Cayman spitzt die Ohren. Das Pferd wartet auf das Kommando. Sein ganzer Körper ist gespannt. Bereit. Das Kommando kommt. Jetzt. Kayman knickt mit den Hinterbeinen ein, hebt den Oberkörper und springt. Links, rechts, links, rechts, links, rechts. Von einer Seite zur anderen springt der stolze Andalusier aus dem Stand. Acht-, vielleicht zehnmal hintereinander. Eine kurze Pause, dann gibt es noch einen Durchgang und noch einen. Langsam werden Kayman die Beine schwer. 400 Kilogramm zur linken Seite. 400 Kilogramm zur rechten Seite. Das zehrt. Kayman kämpft. Doch er springt weiter. Bis sein Trainer, bis Mario Luraschi zufrieden ist. „Er war ein bisschen faul heute“, lacht Mario Luraschi nach dem Training. Eine Belohnung gibt es für Kayman dennoch. Streicheleinheiten, ein paar anerkennenden Worte und auch ein Leckerli aus einem Ledersack, der am Zaun des Trainingsplatzes hängt. Die wenigen Gesten reichen aus, um zu dass die Beziehung zwischen Maria Luraschi und seinen Pferden besonders istDas Gestüt von Mario Luraschi liegt in einem Niemandsland. „Der nächste Nachbar wohnt zwei Kilometer entfernt.“ Es ist der perfekte Ort, um Ruhe zu finden. Oder um konzentriert zu arbeiten. Schaut man sich um, blickt man auf Felder, Wiesen und Wälder. Kaum zu glauben, dass der Pariser Flughafen Charles de Gaulle gerade mal 30 Kilometer, eine gute halbe Autostunde, entfernt ist.

Vor 25 Jahren hat Mario Luraschi diesen Platz gefunden und an seine Bedürfnisse angepasst. Neben den langgezogenen Ställen, in denen bis zu 48 Pferde untergebracht sind, gibt es mehrere Koppeln, vier Trainingsplätze, zwei davon überdacht, eine Werkstatt für Kostüme und Showequipment und Stellplätze für die LKWs, mit denen Mario Luraschi und seine Pferde ihre Reisen in die ganze Welt antreten. Die Reisen führen in den Oman, nach Thailand, nach China oder eben nach Kaltenberg, auf das größte Mittelalterfest der Welt. Seit fünfzehn Jahren ist Mario Luraschi mit seinem Stuntteam Cavalcade Teil des Kaltenberger Ritterturniers.

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„Ich bin verrückt nach Pferden“, sagt Mario Luraschi. Bereits als Kind war er das. Seine Leidenschaft für Pferde ist eng verbunden mit einer anderen Leidenschaft: der für Indianer. „Ich wollte immer so leben wie ein Indianer.“ Und als echter Indianer braucht man eben ein Pferd. Doch wie gelangt man als Junge aus der Pariser Vorstadt auf den Rücken eines Pferdes? Zwei Zufälle halfen ihm dabei. Der erste: Mario Luraschi ist ein sehr guter Turner, so gut, dass er als Jugendlicher sogar die Pariser Meisterschaften in seiner Altersklasse gewinnen kann „Ich war der einzige in meiner Altersklasse, der an den Ringen den Stütz mit wirklich waagerechten Armen halten konnte. Außerdem konnte ich den Flip mit Drehung nach vorn. Alle anderen machten ihn nach hinten. Für die Drehung nach vorn aber gab es immer zwei Punkte mehr. Es war die schwierigste Übung. Also gewann ich.“ Der zweite Zufall: Über den Kontakt und die Empfehlung eines Schauspielers, den Mario Luraschi angeschrieben hatte, weil er in einem Indianerfilm mitspielte, kommt er zu einem Themenpark: Das Tal der Rothäute, der 1966 eröffnet wird. Als Mario, der gerade 18 Jahre alt ist, die Darsteller dort sieht, denkt er, der fast alles über Indianer weiß, sofort: Das geht besser. Und sagt es auch. Ungläubig wird der vorlaute Junge angeschaut. Bis Mario Luraschi, der Turner, den Beweis antritt. Mario Luraschi macht mit dem Direktor des Themenparks einen Deal: Er bringt den anderen Darstellern Bewegungen, Haltung und die für eine gute Show unabdingbare Grandezza bei, dafür lernt er das Reiten. Der Direktor willigt ein.

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Bevor Mario Luraschi zum ersten Mal auf einem Pferd sitzt, muss er einen Monat lang die Ställe ausmisten. Dann ist es endlich soweit. Mario Luraschi darf reiten. „Ich wurde ohne Sattel einfach so auf ein Pferd gesetzt. Neunmal bin ich an meinem ersten Tag runtergefallen.“ Doch Mario Luraschi steht immer wieder auf. Er wird besser. Als er schließlich reiten kann, gib es im Tal der Rothäute nichts mehr, was Mario Luraschi dort noch lernen könnte. „Es gab dort keine Trainer. Die Leute kaufen die Pferde fertig ausgebildet. Mich hat aber interessiert, wie man den Pferden die Tricks beibringt.“ Sein Weg führt ihn nach Spanien. Dort lernt er wie Pferde für den Reonejo, den Stierkampf zu Pferd trainiert werden. „Das war beeindruckend. Die Pferde dort wurden wie für den Krieg ausgebildet.“ Zu der Ausbildung gehören Elemente des Westernreitens, der Hohen Schule des Dressurreitens und eben auch das Training, um in einer vollbesetzten Arena mit lautem Publikum und einem wilden Stier nicht den Kopf zu verlieren. Es sind schöne, starke und stolze Tiere. Von da an ist um Mario Luraschi geschehen. Zu seinem Wunsch, seiner Motivation wie ein Indianer zu leben, ist noch ein zweiter gekommen: „Ich wollte mir eines Tages jedes Pferd kaufen können, das mir gefällt.“ Er geht nach Paris zurück, arbeitet als Trainer für die Pferde anderer Leute und verfeinert seine Trainingsmethode immer mehr. „Vieles habe ich mir dann selbst beigebracht.“ Dann kommt ihm die Idee mit dem Salon de Cheval. Mario Luraschi tritt mit den von ihm trainierten Pferden vor Publikum auf und zeigt, was sie gelernt haben. Er beginnt Geld mit seinen Vorführungen zu verdienen. Lange Zeit ist der Salon de Cheval die finanzielle Basis seiner Arbeit mit Pferden.

Als Mario Luraschi zum Film kommt, sieht er auch dort vor allem die Dinge, die man besser machen kann. „Die meisten Leute beim Film ritten wie Metzger.“ Jean Marais beispielsweise. Ein toller Schauspieler, aber als Reiter … Mario Luraschi hält die Hände vor die Brust, als würde er Zügel in der Hand halten und auf dem Rücken eines Pferdes sitzen. Mit ruckartigen Bewegungen zieht er seinen Oberkörper vor und zurück. Für ihn ist das fehlende rhythmische Gefühl, das fehlende Körpergefühl der Schauspieler ein Graus. „Ich bin ein Ästhet.“ Für Mario Luraschi gibt es immer zwei Wege eine Sache zu realisieren. Den effizienten und den schönen. Mario Luraschi entscheidet sich lieber für den schönen. „Wenn man einen Mercedes oder einen Ferrari baut, ist das Ergebnis immer ein Auto.“ Aber das eine ist eben ein Ferrari.

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Anfang der Achtziger Jahre steckt auch das Stuntgeschäft noch in den Kinderschuhen. „Da wurde man gefragt, ob man sich traut aus dem zweiten Stockwerk zu springen. Sagte man ,Ja‘, sprang man und wurde hinterher ins Krankenhaus gefahren.“ Mit Pferden ging man ebenfalls nicht zimperlich um. „Damals wurden Pferde oft noch mit Schnüren zu Fall gebracht.“ Für Luraschi keine Option. Er trainiert mit seinen Pferden solange, bis sie auf Kommando stürzen können, ohne sich weh zu tun. Ein Jahr Arbeit kostet allein dieser Stunt. Cavalcade entsteht, Mario Luraschis eigene Stuntgruppe. Ein Reiter ist im Französischen ein cavalier. Stunt heißt casacade. Zusammengezogen ergibt das Cavalcade. Die Truppe macht sich rasch einen Namen und wächst. Immer neue Stuntleute und immer neue Pferde kommen hinzu. Mario Luraschi schaut ständig nach neuen Pferden. Drei Monate muss er mit einem Pferd arbeiten, um sicher zu sein, dass das Pferd die richtige Mentalität und die nötige Qualität für ein Stuntpferd mitbringt. Irrtum miteingeschlossen. Trotz seiner Jahrzehnte großen Erfahrung? „Haben Sie Kinder?“ „Ja.“ „Wissen Sie bereits sicher, was einmal aus ihnen werden wird.“ „Nein.“ Ein Tag Training, ein Tag Ruhe. So sieht der „Arbeitsalltag“ für die Pferde aus. Wenn ein Pferd nicht geeignet ist, oder nicht auf Marios Trainingsmethode anspricht, trennt Mario Luraschi sich lieber von dem Tier. Seine Trainingsmethode funktioniert durch Überzeugung. Niemals würde Mario Luraschi ein Pferd drängen mit ihm zu arbeiten. „Es gibt Stunts, bei denen vertrauen Sie dem Tier Ihr Leben an.“ Vertrauen aber kann man nicht erzwingen. Obwohl auch er ein eigenes Wappen, ein eigenes Zeichen hat, tragen Mario Luraschis Pferde es nicht als Brandzeichen. Er mag es nicht, wenn Pferdehalter ihre Tiere derart markieren. „Als wären es Sklaven.“ In seiner Stimme liegt Verachtung, als er das sagt. 2003 wird Mario Luraschi von der französischen Pferdeschutzliga für seinen besonderen Umgang mit Pferden ausgezeichnet.

Zu dieser Zeit ist Mario Luraschi mit seinen Pferdestunts längst die Nr. 1 im Filmbusiness. Wer immer in einem Film ein Pferd braucht, das etwas Besonderes oder etwas besonders Gefährliches können muss, wählt die Telefonnummer von Mario Luraschi. Er gewinnt bei den World Stunt Awards mit „Ritter aus Leidenschaft“ die Auszeichnung für die Beste Arbeit mit Tieren. Er arbeitet mit Roger Moore in James Bond zusammen. Er dreht mit Jean Reno, Luc Besson, Terence Hill, Milla Jovovic, Penelopé Cruz oder Terry Gilliam. Gefahr, dass Mario Luraschi dem Film-Glamour erliegen könnte, besteht nicht. Für ihn sind und bleiben vor allem seine Pferde die wahren Stars. Lässt ein Schauspieler, mag er auch noch so einen großen Namen haben, den Tieren gegenüber den nötigen Respekt vermissen lässt, klärt Mario Luraschi die Fronten: „Ich sage denen dann immer, dass sie erst dann wirklich berühmt sind, wenn sie wie das Pferd in 100 Filmen mitgespielt haben.“ Für die Serie Napoléon muss eine Szene nach einer Schlacht gedreht werden. Als die Filmcrew zum Dreh auf Mario Luraschis Gestüt anreist, kann sie kaum glauben, was da sieht. Fast 30 von Marios Pferden liegen für zwanzig Minuten wie tot auf dem Boden. Neben und teilweise aufeinander. Keines rührt sich. Als wären sie tatsächlich in einer Schlacht gefallen. Die meisten Trainer würden eine solche Dressur für unmöglich erachten. Mario Luraschi nicht.

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Neben den Filmen entwickelt Mario Luraschi Shows. Er tritt mit seinen Pferden in Las Vegas in einem Casino auf. Seine Buffalo Bill Wild West Show, die er fürs Disneyland Resort in Paris entwickelt, bringt es mittlerweile auf über 12.000 Vorstellungen. Im Europa-Park in Rust laufen täglich drei Cavalcade-Shows. Es ist die am höchsten bewerte Show im ganzen Park. „4,8 von 5 Punkten.“ Gleich zweimal erzählt Mario Luraschi davon. Das Urteil der Zuschauer ist ihm wichtig. Nur wenn die Zuschauer zufrieden sind, ist auch er zufrieden. Ohne die Wertschätzung er Zuschauer würde sich seine Arbeit nicht auszahlen. Und das tut sie. Längst kann sich Mario Luraschi jedes Pferd kaufen, das er haben will. Mario Luraschi hat nur Andalusier. Es wäre auch möglich mit anderen Pferderassen zu arbeiten, aber Andalusier waren schon die erste Wahl der Könige früher. Ihrer Eleganz und Stärke wegen. Und aufgrund ihrer Besonnenheit im Kampf.

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Klar, dass Mario Luraschis Pferde auch bei anderen Begehrlichkeiten wecken. Einem sehr berühmten französischen Schauspieler gefielen die Pferde so gut, dass er eines kaufen wollte. Doch normalerweise verkauft Mario Luraschi keine Pferde. „In jedem von meinen Pferden stecken zehn, fünfzehn Jahre Training und Arbeit.“ Selbst wenn er sich von dem Geld, das er für eines seiner Pferde bekommt, drei neue kaufen könnte, müssten diese erst wieder ausgebildet werden. Mario Luraschi gibt seine Pferde selbst dann nicht ab, wenn sie zu alt für die Arbeit beim Film oder in einer seiner Shows werden. Mit ihrer Arbeit haben sich seine Pferde auch ihre Rente verdient. Sie werden auf dem Gestüt in Frieden alt. Gleich neben dem zentralen Trainingsplatz gibt es eine kleine Kapelle, in der zum Andenken die Bilder und Namen von Marios verstorbenen Pferden hängen. Vergangenheit. Die Zukunft ist bereits auf der Koppel nebenan abgesteckt. „Die geschnürten Banden haben genau die Maße der Arena für unsere Show im Oman.“ So können sich die Tiere im Training bereits genau an die Länge und Breite des Platzes dort gewöhnen. Damit in ein paar Monaten jeder Galopp, jeder Stunt sitzt. Vor der Werkstatt des Gestüts wird geschraubt und gehämmert. Noch ist der schwarze Kampfwagen für diesjährige Show des Kaltenberger Ritterturniers nicht ganz fertig. Aber er wird es sein.

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Mittlerweile ist Mario Luraschi 68 Jahre alt. Das ist ein Alter, in dem andere in Menschen in Rente gehen. Ist Rente ein Thema für ihn? Immerhin hat einer seiner beiden Söhne großes Interesse an Pferden und zeigt auch Talent? Mario Luraschi lacht. „Ich glaube, es gibt drei Arten von Menschen. Die einen sind ihr Leben lang Rentner. Im Kopf. Die anderen, die verbringen ihr ganzes Leben damit endlich Rentner zu werden. Und dann gibt es Menschen, die empfinden für das, was sie tun, eine große Leidenschaft. Warum sollten sie also damit aufhören?“ Gerade baut Mario Luraschi unweit seines Gestüts ein neues Haus. Es ist ein riesiges Blockhaus in der Form eines Tipis, eines Indianerzeltes. Wenn es fertig ist, wird sich Mario Luraschis Traum endgültig erfüllt haben. Dann wird er mit seinen Pferden tatsächlich wie ein Indianer leben.

Filmographie (Auswahl)

Lucky Luke, 2009
Merlin (TV-Serie), 2009
Bandidas, 2006
Die Gebrüder Grimm, 2005
Napoléon (TV-Serie), 2002
Johanna von Orléans, 1999
Asterix und Obélix gegen Cäsar, 1999
Die Zeitritter, 1999
Der Bär, 1988
Didi und die Rache der Enterbten, 1985

Tageskasse

Tageskasse

Es sind genügend Karten an der Tageskasse erhältlich

Der Online-Vorverkauf wurde für heute aus organisatorischen Gründen leider schon geschlossen.

Es sind aber für die heutige Veranstaltung noch ausreichend Karten an der Tageskasse vorhanden!!! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!